HSV: Kühne haut auf den Nagel

Hamburg. Der deutsche Speditionskönig (Kühne & Nagel) will Rafael van der Vaart unbedingt von Tottenham Hotspurs zum Hamburger SV lotsen. Michael Kühne appelliert an den Vorstand und verlangt ebenso Engagement von den Fans.

„Mir geht es zu langsam“

Er macht Nägel mit Köpfen. Van der Vaart soll unbedingt an die Elbe zurück! Michael Kühne sieht sich jedoch mit seinem Ehrgeiz, den Hollandstar holen zu wollen sehr alleine, denn der Vorstand sollte mehr Ideen und auch „das letzte Feuer“ zeigen. Der Bild sagte er: „Mir geht es zu langsam. Ich wünsche mir einen aktiveren, schnelleren Vorstand. Das habe ich den Herren mehrfach gesagt.“ Weiter sagte er: „Mir ist gesagt worden – man will ihn haben, der Trainer will ihn haben. Aber mir fehlt das letzte Feuer. Man muss sehr aktiv an Dingen arbeiten, Fantasie entwickeln. Man muss was wagen. So, wie ich Mut zeige und investiere.“

„Ich würde mich nicht unmaßgeblich beteiligen“

In England bekommt der Mittelfeldstratege rund vier Millionen pro Jahr netto. Dem HSV würde eine Verpflichtung samt Ablöse und Gehalt für vier Jahre rund 35 Millionen Euro kosten. Dafür müsste der Verein viel investieren bzw. der Milliardär, doch einen Wechsel will er nicht alleine stemmen. „Ich will das nicht zum größten Teil übernehmen. Aber ich würde mich nicht unmaßgeblich beteiligen“, sagt Kühne.

Fans sollten HSV-Groschen zahlen

Doch nicht nur er selbst und der Vorstand samt Verein solle mehr Kraft und Überzeugung leisten, auch die Fans könnten einen Teil dazu beitragen. In einem öffentlichen Schreiben schlug der Milliardär eine Art HSV-Groschen vor: „Wenn 60.000 Mitglieder im Schnitt 100 Euro geben, käme eine beachtliche Summe zusammen. Auch, wenn man nur die Hälfte mobilisieren kann, wäre das eine tolle Sache.“

„Der HSV hatte den Abstieg verdient“

Aber nicht nur zu der Personalie vdV bezog er Stellung. Auch seine Meinung zum HSV im Allgemeinen ließ er verlauten. Über den Verkauf von Paolo Guerrero nach Brasilien zeigte er sich froh, denn „er war unberechenbar.“ Zu der aktuellen Mannschaft sagte er Folgendes: „Diesmal wird es nicht die Ideal-Konstellation geben, dass drei Vereine schlechter sind. Nur deswegen sind wir doch in der letzten Saison drin geblieben. Der HSV hatte den Abstieg verdient – leider. Das ging auf keine Kuhhaut, was gespielt wurde.“

Jarchow: „Wir beschäftigen uns auch mit anderen Namen“

Nach der Kritik an Vorstand und Verein ließ auch eine Reaktion des HSV nicht lange auf sich warten. Vorstandsboss Carl-Edgar Jarchow sagte ebenfalls in der Bild: „Ich bin über die Offensive überrascht und halte sie nicht für zielführend. Der Vorstand lässt sich nicht beeinflussen. Wir beschäftigen uns auch mit anderen Namen.“ Im Allgemeinen ist bekannt, dass der HSV-Boss kein großer van der Vaart-Fan ist. Weiter sagte er: „Uns vorzuwerfen, wir seien nicht aktiv genug, kann ich nicht nachvollziehen. Das werde ich Herrn Kühne auch so mitteilen.“

Erstveröffentlichung auf goal.com

Veröffentlicht in: Sport

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